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Die historische Entwicklung des Golfballs

Lassen Sie sich in die Welt des Golfsports entführen und erleben Sie eine unvergessliche Zeitreise in die Geschichte des Golfballs, die nicht nur jedes Golferherz höher schlagen lässt!
 
Der hölzerne Ball
 
Über den Zeitraum vom 14. Jahrhundert bis zum 17. Jahrhundert weiß man wenig über das genaue Aussehen von Golfbällen.
Einzig und allein die Tatsache, dass die verwendeten Bälle aus hartem Holz, wie Buche und Buchsbaum, gefertigt und anschließend mit Werkzeugen grob gerundet wurden, ist bekannt.
Da keine Bälle aus dieser Zeit erhalten sind, stammen alle vorhandenen Fakten aus schriftlichen Quellen.
So existiert beispielsweise ein Dokument, das die Präsenz einiger Schlägerhersteller dieser Ära nachweist. Für das späte 16. Jahrhundert ist ein gewisser William Mayne belegt, der Schläger für den schottischen Adel herstellte. Als gelernter Bogenmacher wurde Mayne 1603 unter anderem zum königlichen Schlägerfabrikanten ernannt; kurz bevor König James VI von Schottland den englischen Thron bestieg.
Noch frühere Aufzeichnungen verifizieren, dass James IV von Schottland einige Golfschläger in Perth erworben hatte.
Auch diese wurden von einem Bogenmacher, einer damals florierenden Zunft, die über alle zur Herstellung eines einfachen Golfschlägers notwendigen Werkzeuge verfügte, erworben. Aufzeichnungen belegen zudem den Erlass des mittlerweile bekannten Edikts von König James II 1447, welches vorschrieb, das Golfspiel als illegal zu betrachten.
Seine Sorge bestand darin, dass seine Untertanen eher am Golfspiel interessiert sein könnten, als an der Übung im Umgang mit Pfeil und Bogen. Er verbannte das Golfspiel, aus Furcht vor der Schutzlosigkeit seines Landes. Dennoch wurde der Golfsport die nächsten 300 Jahre kontinuierlich ausgeübt, allerdings nicht von der breiten Masse sondern von der privilegierten Gesellschaft und den Aristokraten.
 
Der Feathery Ball
 
Die Federnballära war der längste Zeitraum mit einer gewissen Stabilität in der Geschichte des Golfballs.
Sie erstreckt sich vom 14. Jahrhundert bis in die frühen 50er Jahre des 19. Jahrhunderts.
Zu Beginn waren die ledernen Golfbälle vermutlich mit Tierwolle oder Pferdehaar gefüllt.
Diese Bälle verloren rasch an Widerstandskraft, und schließlich entdeckte man, dass unter Verwendung von Federn ein beweglicherer und robusterer Ball geschaffen werden konnte.
Die Methode zur Herstellung von Federngolfbällen war relativ einheitlich, obwohl einige Abwandlungen existierten. Mitte des 19. Jahrhunderts mühten sich Hunderte von Arbeitern mit der Produktion solcher Bälle, von denen, im Zuge der industriellen Revolution in England, eine große Anzahl dem preisgünstigen „gutta percha-Ball“ weichen musste.
Einen „Feathery“ herzustellen war eine zeitaufwendige Angelegenheit, die eine beachtliche Professionalität erforderte. Die Produzenten buhlten untereinander um die Verträge mit den reichsten Mäzenen des Spiels und äußerten sich verächtlich über die Ergebnisse, die ihre Konkurrenten erzielten.
Um einen Feathery herzustellen, musste ein Stück Leder in zwei runde und ein rechteckiges Teil geschnitten, mit heißem Wasser aufgeweicht und anschließend zusammengenäht werden.
Die Innenseite wurde nach außen gewendet.
Dabei wurde ein kleines Loch freigelassen und ein voller Zylinder mit Hühnerfedern, wurde mühsam mit einer Spezialnadel in die Hülle gestopft. Anschließend wurde der Ball mit drei oder vier Stichen zugenäht.
Der überraschend harte Featheryball wurde rund geklopft und vor dem Verkauf mit mehreren Farbschichten versehen.
 
Anders als sein Name vermuten lässt, war dieser Ball steinhart und konnte bis zu 250 Yard weit fliegen. 
Jeder Hersteller konnte maximal drei oder vier „Featheries“pro Tag fertigen, was sich im Preis von vier Schilling pro Ball bemerkbar machte.
Ein Golfschläger war damals fast so teuer wie die Herstellung eines Golfballs.
Der „Feathery“ war kein robuster Ball.
Bei Regen weichten die Bälle auf, was dazu führte, dass sie leicht platzten. Ein Golfspieler musste daher bis zu acht „Feathery-Bälle“ mit sich tragen.
Diese Golfbälle aus Hühnerfedern waren nicht rund sondern oftmals eher rechteckig geformt. Es existierte eine Vielzahl von Größen und Gewichten und in der Regel wurde die Gewichtsangabe zusammen mit dem Namen des Herstellers gut sichtbar auf dem Ball angebracht.
Trotz mangelnder Rundungen des Balls flogen und rollten diese Golfbälle bemerkenswert gut und weit, da sie der groben Bodenbeschaffenheit dieser Zeit absolut angemessen waren.
Schon 1743 wurden schottische Federnbälle in die USA verschifft.
Hierzu nachfolgend ein Auszug aus einer Anzeige der „New York Royal Gazette“ aus dem Jahre 1779:
„An alle Golfspieler. Die Saison für diesen angenehmen und gesunden Sport nähert sich ihrem Beginn. Der Herr wird auf Anfrage bei den Drucklegern mit exzellenten Schlägern und den verehrten schottischen Caledonian Bällen ausgestattet.“
Viele Hersteller von Federbällen, wie beispielsweise David Gourlay, sahen durch die Einführung des „gutty“ Golfballs ihre Existenz bedroht und übergaben ihre beachtlichen Lagerbestände an ihre größten Kunden.
Andere waren weniger pragmatisch. Allan Robertson zog den neuen Ball sogar ins Lächerliche. In der vehementen Unterstützung des „Feathery“ zeigte er großen persönlichen Einsatz.
So ist auch in Aufzeichnungen belegt, dass er so viele „gutty“-Bälle wie mögliche aufkaufte, um sie dann auf einem Feld in Flammen aufgehen zu lassen.
Mit allen Mitteln versuchte er, die Einführung des neuen Golfballs bei seinen Kunden zu verhindern. Die Geschichte des Golfballs trat in ihre turbulenteste Phase – der „Feathery“ war am Ende und der „Gutty“ schickte sich an, die erste Wahl der Golfer der damaligen Zeit zu werden. Folgender Abschnitt stammt aus den „Reminiscences of Golf and Golfers“, erschienen 1890, verfasst von einem gewissen H. Thomas Peters und beinhaltet eine detaillierte Beschreibung zur Herstellung eines „Feathery“:
„Das Leder bestand aus ungefärbter Stierhaut; zwei runden Stücken für die Enden und einem für die Mitte, auf das gewünschte Gewicht entsprechend zugeschnitten.
Diese wurden in die beabsichtigte Form gebracht und, nachdem sie ausreichend aufgeweicht waren, fest zusammengenäht. Ein kleines Loch blieb offen, um anschließend die Federn einfüllen zu können.
Aber bevor dies geschah, musste das Leder mittels dieses kleinen Loches gewendet werden, was eine höchst schwierige Aufgabe darstellte und nur leichte Spuren von Nahtstellen auf der Außenfläche des Balls hinterließ. Die Haut wurde alsdann in eine tassenförmige Vorrichtung platziert und der Arbeiter füllte die richtige Menge an Hühnerfedern in seine Schürzentasche.
Das eigentliche Befüllen bzw Ausstopfen wurde mit Hilfe einer dünnen, gegabelten Stopfnadel durchgeführt, die der Hersteller griffbereit in seinem Ärmel aufbewahrte.
Man sollte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies sehr harte Arbeit war. Nachdem der Ball ausreichend fest gefüllt war, wurde die Öffnung geschlossen und streng zugenäht. Als Ergebnis gab es einen glatten Ball, von dem nur wenige äußere Nahtstiche sichtbar waren. Wenn ich dies hier erwähne, bezieht sich das natürlich nur auf die neuen Bälle.“
Ältere Bälle weisen sogar Gebrauchsspuren in Form von offenen Nähten und nach Außen durchgebrochenen Federn auf.
An einem Regentag konnte man, beim Schlagen des Golfballs, das Wasser von einem Kreis herausstehender Federn wie aus einer Spraydose wegspritzen sehen.
Ein Ball begann womöglich als „Achtundzwanziger“ und endete in nassem Zustand als „Pfünder“. Bei einem bedeutenden Spiel musste dementsprechend an jedem Loch ein neuer Ball abgelegt werden. Bis zum heutigen Tage sind nur noch wenige „Featheries“ erhalten, was sich auch in ihrem hohen Wert und Preis widerspiegelt.
 
Der Gutty Ball
 
Den Beginn der modernen Ära kann man zu der Zeit ansetzen, als der „gutta-percha“-Ball Anfang der zweitenHälfte des 19. Jahrhunderts den „Feathery“ ablöste.
Als sich die industrielle Revolution in Großbritannien beschleunigte und mehr und mehr Kautschukprodukte produziert wurden, war es unvermeidbar, dass irgendjemand den Versuch unternehmen würde, den „Feathery“ durch ein robusteres Material zu ersetzen.
Schließlich war es der Golffanatiker „Reverend James Patterson“ aus Dundee in Schottland, der während seiner missionarischen Tätigkeit in Malaysia „gutty percha“ entdeckte, eine kautschukähnlichen Substanz, das vom getrockneten Saft des „Sapodilla-Baums“ Ostasiens stammt.
James verschickte eine leicht zerbrechliche Statue nach Schottland, wobei er „gutta percha“ als Schutzverpackung benutzte.
Auf seinem Weg nach Hause spielte er unaufhörlich mit der elastischen Substanz, was ihn widerum auf die Idee brachte, zu versuchen, einen Golfball daraus zu fertigen.
Bald stellten viele Firmen Golfbälle aus „gutty percha“ her und sehr schnell wurde der Ball Teil der Standardausrüstung des Spiels.
Nun, da diese Produkte sehr gefragt waren, wurden zwei Metallformen produziert, die perfekt gerundete Ballhälften garantieren sollten.
Zuerst stellte man nur Bälle mit glatter Oberfläche her, aber die Spieler erkannten bald, dass es leichter war, die genauere Flugbahn der Schläge vorauszuplanen, wenn der Ball, verursacht durch das Schlagen, Unebenheiten und Dellen auf der Oberfläche aufwies.
Das wiederum führte zur Produktion von „Guttys“ mit angepasster Oberflächenstruktur zur Steigerung aerodynamischer Qualität.
Robert Forgan, dem Schläger- und Ballhersteller aus St. Andrews schreibt man den Verkauf der ersten „Guttys“ mit neugestalteten Oberflächenmustern ab 1860 zu.
Robert versah den Ball mit kleinen, fortlaufenden, linearen Vertiefungen auf der Oberfläche, unter Zuhilfenahme eines spitzen und scharfkantigen Hammers.
Dieser Ball wurde als handgehämmerter „Gutty“ bekannt.
Bis erste durchdachte Muster in die Formen eingefügt wurden verstrichen circa 20 Jahre.
Bis zur Jahrhundertwende wurde der „Gutty“ stetig verbessert. Dabei ergänzten die Hersteller das reine „gutta-percha“-Material um Substanzen wie Kork und Leder.
Die günstigen Kosten bei der Verwendung des „Gutty“-Materials wurden schnell erkannt, und ein Facharbeiter war in der Lage innerhalb weniger Minuten einen „Gutty“ zu rollen.
Bald wurden diese Bälle zu einem Viertel der Kosten der „Featheries“ hergestellt und das Golfspiel für das breite Volk allmählich erschwinglich gemacht.
Eine der besten Eigenschaften des „Gutty“ war die Fähigkeit und Möglichkeit, seine ursprüngliche Form wieder herzustellen, wenn er einmal schwer beschädigt worden war.
Einige Hersteller boten sogar den individuellen Service an, gebrauchte „Guttys“ ihrer Kunden, für einen Aufpreis, gegen neue Bälle einzutauschen.
Die alten wurden dann wieder in Form gebracht und weiterverkauft. Alternativ bestand für die Golfer natürlich die Möglichkeit, ihre Bälle in eigener Handarbeit wieder in Form zu bringen.
Angesichts der Tatsache, dass sich die Anhänger des Golfsports verstärkt dem „Gutty“ zuwandten, sahen sich die Schlägerhersteller dazu veranlasst, das Schlägerdesign neu zu überdenken. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde der Federngolfball mit einem Eschenschläger gespielt.
Bald wurde es offensichtlich, dass für den „Gutty“ ein robusterer Schlägerschaft notwendig sein würde, was die Einführung der „Hickoryschäfte“ zur Folge hatte.
Ähnlich wie die „Featheries“ bemisst sich der Wert“, insbesondere der handgehämmerten „Guttyballs“, an ihrem individuellen Erhaltungszustand und ihrer Seltenheit.
 
Der Bramble Ball
 
Liebevoll als „Brombeer–Periode“ bezeichnet, ähnelt der Ball, mit seinem erhabenen „dimple“-Muster, der Frucht der Brombeere. Anfänglich wurden „Brambles“ vollständig aus „gutty-percha“-Substanz gefertigt und anschließend mit dem „Brombeermuster“ überzogen.
Im Hinblick auf seine große Beliebtheit übertraf der „Bramble“ den „Gutty“ bald.
Der neu „Dimple-Ball“ revolutionnierte die Spieltechniken seiner Zeit und ist in seinen Grundzügen bis heute aktuell geblieben. „Brambles“ sind äußerst selten und erzielen weltweit bei Sammlern hohe Preise.
 
Der Mesh Ball
 
Um 1910 entstanden in England und Schottland überall Produktionsstätten für Golfbälle.
Jeder Betrieb versuchte sich nun auf dem Gebiet des „Rubber Core Mesh Balls“, was gleichbedeutend mit einem Golfball aus einer Art Kautschukkern mit gitterartiger Oberflächenstruktur ist.
Zu Beginn dieser Ära entwickelte sich die moderne Version eines Golfballs, wie wir ihn heute kennen. Frühe „dimple“-Bälle, aus des Anfängen des 20. Jahrhunderts, und die damit verbundene Methode zur Herstellung erwiesen sich als bahnbrechende Entwicklung, da sie den Spielern mehr „Spin“ und ein größeres Ballgefühl im Spiel verschafften.
Der Engländer William Taylor ließ sich diese Technik 1905 patentieren. „Spalding USA“ erwarb umgehend die Rechte an diesem Patent und begann schon 1909 mit der Produktion von „dimple“-Bällen.
Bis das Patent 1920 auslief, bemühten sich alle Firmen um den größtmöglichen Vorteil gegenüber ihren Konkurrenten.
Zu diesem Zweck entwarfen die Hersteller einzigartige Entwürfe und Vorlagen für „Rubber Core Mesh Balls“. Es gab den „Rifled Ball“, dessen Design an den Lauf eines Gewehrs erinnerte und der, nach Angaben der damaligen Werbegestalter, wie eine „Geschoss“ fliegen sollte.
Dies tat er auch. Allerdings war dazu ein äußerst präziser Schlag erforderlich – andernfalls geriet er völlig aus der beabsichtigten Schlagrichtung.
Kurz nach seiner öffentlichen Einführung und Präsentation wurde dieser Ball vom Markt zurückgezogen, was eine stark erhöhte Nachfrage und damit verbundene Wertsteigerung dieses Sammlerstücks mit sich brachte.
Außerdem gab es unterschiedliche Bälle mit verschiedenen Mustern und Facetten wie Sterne, Kreise, Vier- und Dreiecke sowie Hexagons und weiteren außergewöhnlichen Gestaltungsformen.
Dies hatte zufolge, dass unter den Golfballdesignern ein heftiger Wettstreit um das beste Entwurfsmuster entbrannte. Viele dieser Bälle übertrafen sich gegenseitig durch ausgefallene und seltene Muster, bis sich schließlich der „Square-Mesh“ zum Standard herauskristallisierte.
Immer mehr kleine Hersteller wurden durch größere Firmen wie „Spalding, Dunlop, Slazenger, Wilson etc.“ vom Markt verdrängt.
Ende der 40er Jahre wurde der Markt von den gleichen führenden Herstellern dominiert wie heute – mit Ausnahme der schottischen Firma „St. Mungo manufacturing“, die 1935, zusammen mit „Spalding“, den britischen Markt beherrschte und in Bestzeiten bis zu 900 Dutzend Bälle pro Tag produzierte.
Da die Entwicklung des Golfballs mit alarmierendem Tempo voranschritt, entschied die „U.S.G.A“ aus Angst, das für das Golfspiel erforderliche Niveau könne zunehmend von den Ballherstellern beeinflusst werden, Gewicht und Größe der Golfbälle zu standardisieren. 1931 legte die „U.S.G.A.“ fest, dass kein Ball, der in einem Turnier benutzt werden sollte, mehr als 1.55 Unzen wiegen oder kleiner als 1.68`` im Durchmesser sein dürfe.
Die neuen Richtlinien fanden bei den englischen Golfern wenig Anklang, da die vom Wind heimgesuchten „Fairways und Links“ dem Ball andere Flugeigenschaften abverlangten.
Im Januar 1932 einigten sich die „Royal & Ancient Golf Association“ und die „U.S.G.A.“ auf eine Kompromiss hinsichtlich Größe und Gewicht des Golfballs. Das Maximalgewicht lag nun bei 1.62 Unzen, der Mindestdurchmesser bei 1.62``.
Die „U.S.G.A.“ akzeptierte das neue Gewicht, hielt aber an 1.68`` als Durchmesser fest. Aufgrund der permanenten Steigerung und Vergrößerung der Balldistanz, bedingt durch die Technologie, entwickelte die „U.S.G.A.“ 1941 eine Maschine um die Geschwindigkeit von Golfbällen zu testen und legte die Geschwindigkeitsgrenze bei einer Entfernung von 250 Fuß fest.
Ab 1940 gab es fast ausschließlich Bälle mit dem konventionellen Muster des „Dimple“.
Die Hersteller verwandten alle ihre Energie darauf, den Golfball im Rahmen der vorgegebenen Spielregeln weiter zu optimieren.
Mit Ausnahme der „one-piece rubber balls“, die in den 60er Jahren eingeführt wurden, stellte dies die größte Wandlungsperiode bis zum erstmaligen Auftreten der heutigen mehrschichtigen Golfbälle dar.
Der Wert der „mesh-balls“ hängt sehr stark vom Zustand und dem individuellen Muster der Bälle ab.
Im Gegensatz zu einem konventionellen „Dunlop England square mesh“ könnte das ausgefallene, sternenförmige Muster eines „Star Challenger“ in der Einschätzung des Wertes wesentlich höher veranschlagt werden. Der Dimple Die „Dimple“-Periode begann eigentlich Anfang des 20. Jahrhunderts, mit der Einführung des „inverted-dimple“-Balls.
Diese ersten „Dimples“ wurden zeitgleich mit den „Brambles“ gefertigt und wiesen die größte Ähnlichkeit mit den heutigen Golfbällen auf. Die Erfindung des „Dimple“-Musters ermöglichte die Kontrolle über schlingernde Bälle.
Es verhalf den Spielern dazu, den Ball auf dem Green abrupt zum Stoppen zu bringen. Diese frühen „Dimples“ sind, wie auch die „Brambles“, der Wahl und der Entscheidung der Profis zu verdanken. Sie zogen letztendlich die „Dimples“ den „Brambles“ vor.
Damals wie heute folgen die Golfspieler bei der Wahl ihres Golfballs dem Vorbild der Profis.
Obwohl seltener als die „Brambles“, erzielen die „Dimples“ unter Liebhabern einen ähnlichen Preis.
Dies lässt sich möglicherweise durch die Tatsache erklären, dass sie, im Gegensatz zu „mesh balls“ und „Brambles“, oftmals das gefragtere und dekorativere Design aufweisen. Obwohl der „Inverted Dimple“ Standard hätte werden können, wurde dieser Gedanke 1910 verworfen.
„Mesh balls“ und Bälle mit ungewöhnlichem Design gaben auf dem Golfplatz den Ton an. In den 40er Jahren kamen die „Dimples“ wieder verstärkt in Mode, da die Patente auf die ersten „Dimples“ ausliefen. Der Ball erhielt sein heutiges Aussehen. Die Weiterentwicklung des modernen Balls wird durch die gesetzgebenden Institutionen des Golfspiels, der „R&A“ und der „USGA“, kontrolliert.
Gäbe es keinerlei Regeln oder Kontrollen hinsichtlich der Ballbeschaffenheit, würden die Ballhersteller zweifellos noch wesentlich weiter fliegende Bälle entwickeln, was zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Wettbewerbsqualität untereinander führen würde.
 
Copyright by Peter Insam